Tarifvertrag chemie entgelttabelle 2019 thüringen

In den Tagen vor der Wahl diskutierte die Presse manchmal die Möglichkeit, “dass ein Kandidat von CDU oder FDP im dritten Wahlgang mit Unterstützung der AfD gewinnen kann”. [21] Am Tag vor der Wahl warnte der Thüringer SPD-Chef Wolfgang Tiefensee gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung, ein solcher “Dammbruch” wäre “ein schwerer Schaden für die Demokratie” und als solcher “weit über Deutschland hinaus ausstrahlen”. In der FDP-Bundestagsfraktion wurde die Situation in Thüringen kurz vor der Wahl diskutiert und Christian Lindner warnte davor, von Stimmen der AfD abhängig zu sein, aber der Vertreter der FDP Thüringen wies darauf hin, dass dies eine interne Angelegenheit sei. Zudem hatte nach eigenen Angaben niemand damit gerechnet, dass die AfD nicht für einen eigenen Kandidaten stimmen würde. Medienberichten zufolge hatte die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer die FDP-Landeschef Mohring und Lindner aufgefordert, Kemmerich nicht zu kandidieren. [20] Das Ergebnis sah zwei mögliche Mehrheitsregierungen ohne AfD vor: eine Links-CDU-Koalition (möglicherweise auch SPD und/oder Grüne) oder eine Koalition von Links-SPD und Grün-FDP. Erstere wären ideologisch schwerfällig, hätten aber eine stabile Mehrheit, während letztere nur auf lokaler Ebene versucht worden sei und nur eine knappe Mehrheit von zwei Sitzen halten würde. Beide galten aufgrund ideologischer Differenzen und Zusagen von CDU und FDP, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten, als undurchführbar. Ministerpräsident Ramelow lud CDU-Chef Mohring in der Woche vom 4. November zu formellen Sondierungsgesprächen ein, zog die Einladung aber am 9. November zurück und behauptete, Mohring habe durch die öffentliche Anzeige von Textnachrichten zwischen ihnen gegen diskretionäre Verhältnisse verstoßen.

Zugleich bekräftigte CDU-Landeschef Raymond Walk die Ablehnung einer Partnerschaft mit der Linken durch seine Partei. [8] Die Förderinitiative “Forschungscampus – eine öffentlich-private Innovationspartnerschaft” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als starker Standort für Forschung, Entwicklung und Innovation zu stärken. Seit Anfang 2016 beteiligen sich neun Forschungsstandorte an dieser Initiative. Das BMBF unterstützt die Forschungsstandorte mit jeweils bis zu zwei Millionen Euro jährlich für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Einer der neun Auserwählten befindet sich in Thüringen, InfectoGnostics, Forschungscampus Jena. Der Forschungscampus InfectoGnostics ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die mit Hilfe der transnationalen Forschung neue Methoden in der Infektionsdiagnostik entwickelt. Das interdisziplinäre Netzwerk bringt Experten aus Industrie, Forschung und Kliniken zusammen, mehr als 30 Partner aus diesen Bereichen entwickeln gemeinsam marktfähige Lösungen für eine schnelle und kostengünstige Vor-Ort-Analyse (Point-of-Care-Tests) von Infektionen. Thüringens Innovationspolitik ist auf drei Ebenen konzipiert: Akademiker sprachen mit dem VCI-Wissenschaftsdirektor Gerd Romanowski über die verschiedenen Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten in der chemischen Industrie. Die AfD verdoppelte ihr Abschneiden von 10,6 Prozent auf 11 Sitze auf 23,4 Prozent und 22 Sitze.